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alle fotos © Ismael W. Janisch, Bergführer in Ecuador - Peru - Bolivien - Chile - Argentinien 
Riobamba - Ecuador 

 

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Der 5.897m hohe Cotopaxi in Ecuador ist einer der höchsten Vulkane in Aktivität. Aus dem Quichua übersetzt bedeutet das unterschiedlich interpretierte Wort etwa "Nacken des Mondes". Bereits die ersten kolonialen Schreiber gaben Zeugnis von der zerstörerischen Tätigkeit dieses harmonisch geformten Vulkan Kegels.

Laut Geschichtsberichten kam es während einer Schlacht im Jahre 1534, zwischen den vorrückenden Spaniern und den verteidigenden Inkas, zu einem lautstarken Ausbruch des Cotopaxi, woraufhin beide Fraktionen inmitten der Kampfgeschehnisse Hals über Kopf die Flucht ergriffen. Die Indigenas flohen aus Angst vor dem gewaltigen Götterschlag, der in ihren Augen ein ganz böses Omen bedeutete. Die Spanier flohen hingegen, weil sie so ein fürchterliches Naturschauspiel wahrhaftig noch nie erlebt hatten.
Nach jenem anekdotischen Ausbruch verfiel der Vulkan in einen 200 Jahre anhaltenden Dauerschlaf, der 1742 durch eine erneute Eruption unterbrochen wurde. Die Kolonialstadt Latacunga wurde dabei zum erstenmale dem Erdboden gleichgemacht. Weitere Ausbrüche folgten 1743, 1744 u. 1766, sowie der heftigste 1768, als das inzwischen wiederaufgebaute Latacunga zum zweitenmal zerstört wurde. Nach einer weiteren Ruhephase trat der Vulkan Mitte des 19. Jh. abermals in Aktivität. Im Jahre 1877 verzeichnete er gleich vier starke Ausbrüche, wobei sich der unheilbringende 26.
Juni als eine Art “Höllenspektakel” herausstellen sollte, zumindest für die Latacunqueños. An jenem “Jüngsten Tag” ergossen sich die brodelnd heissen Lavaströme über alle Seiten des Kegels. Die dadurch geschmolzenen Schnee- u. Eismassen rissen auf ihrem Weg ins Tal gewaltige Schlamm- u. Geröllawinen mit sich, welche über die Flussläufe des Pita, Guayllabamba u. Esmeraldas, innerhalb von 18 Stunden den Pazifischen Ozean erreichten! Andere pyroklastische Ströme wälzten sich entlang des Río Cutuchi auf Latacunga herab. Sie erreichten die Stadt in weniger als 30 Minuten, Baños innerhalb von drei Stunden! Ein schwarzer Ascheregen fiel über weite Teile des Hochlandes. und verfinsterten mit den Winden sogar vorübergehend das ferne Guayaquil.
Seit dieser Ausbruchsphase ist es um den Vulkanriesen relativ still geworden. Die bisher letzte Eruption fand im Jahre 1904 statt. Ein kurzfristiges, wie leicht beunruhigendes Aufwärmen des “Kochtopfes” (recalentamiento), wurde jedoch erst “neulich” 1975 und 2001 verzeichnet.



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